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Hier findet ihr ganz besondere Augenblicke unserer ehemaligen Freiwilligen, die mit viel guter Laune, einem weiten Herz und Entdeckerfreude ein Jahr in Ghana verbracht haben. Vielleicht denkt ihr jetzt, dass deren Zeit in Ghana teilweise doch schon ewig her ist und ihre Erfahrungen gar nicht mehr aktuell sind.

Lest doch einfach mal selbst, welche

… Momente, ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

… Situationen zeigten, wie unterschiedlich Ghana und Deutschland sind.

… Essen unsere Freiwlligen besonders lieben.

… Dinge immer noch vermisst werden oder auch nicht.

… eine Herausforderungen unsere Freiwlligen erlebten.

Und vielleicht spürt ihr danach auch das Ghana-Smile, dass viele unserer ehemaligen Freiwilligen begleitet.

Alina 2014/15

Hallo, ich heiße Alina und war im Jahr 2014/15 in Ghana. Gerade in der Corona-Zeit und dem damit
zusammenhängenden Hygiene-Hype muss ich öfter Schmunzeln, wenn ich an eine Situation während
meiner Zeit in Ghana zurückdenke. Wir waren mit allen Kindern und Mitarbeitern aus dem Centre zum 
Finale des Afrika Cups 2015 beim Public Viewing in einem Lokal in Ashaiman, als ich mit einigen Mädchen
in der Halbzeitpause die Toilette aufsuchte. Dort hing neben dem Waschbecken ein Seifenspender. Hier-
zulande völlig normal, aber die Mädels aus dem Center hatten so etwas noch nie gesehen und waren
dementsprechend fasziniert. Besonders groß wurden ihre Augen, als ich auf den Knopf am Behälter
drückte und die Seife unten auf ihre Hände tropfte. Für sie war das eine völlig neue Erfahrung und sie
konnten gar nicht aufhören den Knopf wieder und wieder zu drücken, bis ihre Hände mit Seife fast überliefen. 
Die Gesichter der Mädchen waren unbezahlbar und ich denke gerne und immer mit einem
Lächeln im Gesicht zurück an diesen Moment. 

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Jule2

Jule 2018/19

Jeden Morgen mit “Obrouni” (Weiße/r Frau/Mann) auf der Straße begrüßt zu werden, ist ein kleiner Moment,
den ich erst vermisse, seit dem ich ihn nicht mehr jeden Tag erlebe. Wenn ich dann mit einem
“Obibini, ete sen?” (Schwarze/r Frau/Mann, wie geht es dir?) antwortet und meine Twi-Brocken auch
noch für ein kurzes Gespräch reichten, bereicherte das meinen Tag und sorgte bei meinem Gegenüber
für Staunen.

Wenn ich an meine Zeit in Ghana denke, kommen mir direkt tausende verschiedene solcher kurzen
Begegnungen mit Menschen in den Sinn. Menschen, die einen mit offenen Armen empfangen haben
und mir in Ghana ein zweites Zuhause geschenkt haben.

 

Elisabeth 2016/17

21. Juli 2017 um kurz vor 8 Uhr mitten in Ashaiman:

Der Riemen meiner Sandale reißt und ich kann mit ihr nicht mehr laufen.

Also gehe ich ein paar Schritte barfuß. Sofort kommt ein junger Mann auf mich zu und besteht darauf, mir neue Slipper
zu kaufen – bei einer Frau, die gerade mit Plastikschuhen in dem Warenkorb auf ihrem Kopf an uns vorbeiläuft.
Obwohl ich protestiere, bezahlt er für mich und ist ruckzuck verschwunden ohne ein Danke abzuwarten. Die
Verkäuferin kniet sich noch mitten auf die staubige Straße, um mir die Riemen enger zu stellen und schon bin ich
wieder startklar.

So kurios und herzerwärmend hat mein Tag wieder einmal begonnen. Der Kommentar des Mannes als Begründung
war übrigens: „You are in my country.“

Welch schöner Kontrast zur Fremdenfeindlichkeit, der sich viele Ausländer bei uns in Deutschland gegenüber sehen.

Augenblick Lizzy3

Augenblick Lukas

Lukas 2014/15

Hallo ich bin Lukas und war vom September 2014 bis zum August 2015 als Volontär des
Rays of Hope Centre in Ghana.

„You have the clock and we have the time” ist eine Redewendung, die ganz bestimmt nicht nur mir, sondern
auch vielen anderen übereifrigen Volontären in Ghana entgegengehalten wurde. Erstmal für ein
ganzes Jahr ausgebremst und entschleunigt zu werden, hat mir geholfen zu erkennen, welche Dinge mir
wirklich wichtig sind im Leben und mich reflektieren lassen, wer ich bin und wie ich sein will. Dafür bin
ich bis heute dankbar.

 

 

Christina 2007/08

Die Zeit in Ghana hat mir das erste Mal bewusst gemacht, dass ich weiß bin und was
für Privilegien ich habe. Das war der Anfang eines langen, andauernden Prozesses,
der mir immer noch unheimlich viele Erkenntnisse und Perspektiven eröffnet. Mit wenig
Lebenserfahrung und nichts als dem Schul-abschluss in der Tasche durfte ich in Ghana
viele beeindruckende und inspirierende Menschen kennen lernen. Die viel Geduld mit
mir hatten und mir unheimlich viel beigebracht haben

 

 
 Augenblick Lizzy2
 Augenblick Peter3

Peter 2011/12

Mein freiwilliges Jahr in Ghana ist bereits knapp 10 Jahre her. Es fällt mir schwer einen speziellen
Moment zu beschreiben, der mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der Grund dafür ist, dass ich
mich an sehr viele Situationen erinnern kann, in denen ich herzlich, sorgenfrei und lebendig
gelacht habe. Ich könnte mehr Momente aus meinem freiwilligen Jahr in Ghana im Detail beschreiben
als in der gesamten Zeit danach. Die Erinnerung an die Zeit zaubert mir in vielen Momenten
ein Lächeln ins Gesicht. 

Merit 2016/17

Dieses Bild ist im Dezember 2016 entstanden, als ich auf dem Weg zum WEM Centre in
Ayikuma nochmal im FCP in Ashaiman vorbei geschaut habe. Zu dem Zeitpunkt war ich
grade in meinem dritten Arbeitsmonat. Die Kinder, die auf dem Bild zu sehen sind, waren
genauso neu im Projekt, wie ich und mussten sich ebenfalls erst noch in ihrem neuen
Alltag orientieren. Dass die Kids mir an diesem Tag so entgegengestürmt sind, hat
mich in gleichem Maße überrascht wie gefreut! Es hat mir gezeigt, welche Beziehungen
bereits in dieser kurzen Zeit entstanden sind und wie sehr mir die Arbeit für das Rays
of Hope Centre ans Herz gewachsen ist. Auch drei Jahre später schaue ich mir
immer wieder gern Bilder wie diese an, um die vielen schönen Erinnerungen an mein
Jahr im Rays of Hope Centre wach zu halten.

 

 
Augenblick Merit
Augenblick Basti1

Sebastian 2018/19

Mein Name ist Sebastian und ich war 2018/2019 als Freiwilliger in Ghana.  

Ein Erlebnis, welches ich als besonders schön in Erinnerung behalten habe, war die Weihnachts-
feier, die wir gemeinsam mit allen Kindern und Jugendlichen, Mitarbeitern und Freunden
unserer Partnerorganisation „Rays of Hope Centre“ gefeiert haben. Neben den vielen Programm-
punkten, wie beispielsweise den Tanzaufführungen oder dem Fußballspiel, ist mir vor allem
in Erinnerung geblieben, wie sehr die meisten unserer Schützlinge diesen Tag genossen haben
und noch viele Wochen danach von diesem Tag schwärmten. So wie die Weihnachtsfeier haben
mir viele Erlebnisse während meines Freiwilligendienstes gezeigt, wie wichtig es ist, schöne Momente
zu genießen, sie wertzuschätzen und dankbar für diese zu sein.

 

 

Flo 2005/06

Hi, ich bin Flo aus Köln und war 2005 in Ghana. Das ist jetzt schon 15 Jahre her und ich würde immer noch
sagen, das war die geilste - lehrreichste Zeit meines Lebens. Wie ihr sehen könnt, trage ich immer noch meine
Lieblingsshirt, welches leider schon ein bisschen kaputt ist. In Ghana habe ich mich um Kinder und Jugendliche,
die auf der Straße leben und arbeiten, gekümmert. Ich habe mit den Kids zusammengelebt, Englisch und Mathe
gelernt und eigentlich einfach alles zusammen mit ihnengemacht. In dem Jahr habe ich so viele gelernt und so
viel mitgenommen, dass ich anderen nur raten kann „Macht das!“. Ihr werdet nie wieder so viel Zeit haben und
die Gelegenheit bekommen, so viel für euer Leben mitzunehmen

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Augenblick Hanna1

Hanna 2017/18

Eine meiner liebsten Erinnerungen an meine Zeit bei Rays of Hope Centre sind die Samstage
im WEM Centre. Immer wenn ich dort war, kamen Jumai, Jennifer, Mabel, Naomi, Sarah und
ich (von rechts nach links) auf unserem Beach-Volleyballfeld zusammen und trainierten für
ungefähr zwei Stunden baggern, pritschen, schlagen und annehmen. An manchen Tagen
waren wir ernst bei der Sache, an anderen wurde so viel herumgealbert, dass wir vor lauter
Lachen den Ball nicht mehr fangen konnten. Jedes Mal, wenn ich an diese wunderbare Zeit
denke, huscht mir ein Lächeln über die Lippen und ich kriege starkes Heimweh nach Ghana.

 

Jan-Niklas 2014/15

Hallo Zusammen, mein Name ist Jan-Niklas und ich war im Jahr 2014/15 in Ghana. Gleich zu Beginn meines Aufenthaltes
wurde uns ein ghanaisches Sprichwort mitgeteilt: “The Chicken eats water“ (Das Huhn isst Wasser), welches meine Zeit
in Ghana super beschreibt. Am Anfang konnte ich dieses Sprichwort noch nicht so ganz nachvollziehen, doch mit der
Zeit wurde mir dies immer mehr zu eigen. Denn alles braucht Zeit und Geduld und passiert nicht von jetzt auf gleich.
Gerade für die Kinder des Projektes war dieser Spruch maßgebend, denn die schulische und persönliche Entwicklung
ist ein langer und mühseliger Prozess, der umso schöner ist, mit jedem kleinen Erfolg und Fortschritt.

 

Jan Niklas 

 

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Moritz 2018/19

Ich hatte das große Glück 2018/19 ein Jahr mit im Projekt leben zu dürfen. Reflektierend war für mich dieses Jahr wie eine Art Traum. Es hat so schnell an Fahrt aufgenommen, wie es schlussendlich auch zuende gegangen ist. Meine liebsten Momente waren die Unscheinbaren abends nach allen Programmpunkten, draußen auf der Terasse des WEM-Centres mit den Kindern. Über die Monate hatte es sich schnell etabliert, dass abends meine Musikbox rausgeholt wurde, um mit den Lieblingssongs von allen, den Stress des Tages abzulegen und die Seele noch kurz vor dem Schlafen gehen baumeln zu lassen. Viel zu oft wollten diese Momente kein Ende finden und mündeten in Tanzaufführungen und Unterhaltungen bis die Ersten im Sitzen einschliefen. Um vielleicht einen kleinen Eindruck zu bekommen, seid ihr herzlich eingeladen in meine Playlist reinzuhören, welche ich über das Jahr mit den Kids erstellt habe und immer noch ergänze.



 

 

 

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